Hohe Volatilität bei Gold und Silber: Wie Anleger die Edelmetalle richtig einsetzen
Gold gilt als klassisches Mittel der Wertaufbewahrung. Denn sein Wert hat sich im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende erhalten. Das verdeutlicht zum Beispiel der Gold-Suit-Index.
Der zeigt auf, dass man über die Zeit für eine Unze Gold in etwa immer einen hochwertigen Herrenanzug bekommt. Und das ist einer der Gründe, warum das Edelmetall bei Anlegern so beliebt ist – denn egal, was passiert, Gold erhält als knappes Gut langfristig seine Kaufkraft.
Etwas anders ist die Situation beim kleinen Bruder Silber. Es findet auch als Industriemetall Verwendung und deshalb ist die Nachfrage nach Silber auch von der konjunkturellen Entwicklung abhängig. Dazu kommen spezielle Eigenschaften, die das Metall für Photovoltaikanlagen und somit für die Energiewende unersetzlich machen.
Spektakuläre Wertentwicklung
Gemeinsam ist Gold und Silber aber die zuletzt spektakuläre Wertentwicklung. Seit Anfang 2025 hat sich der Preis von Gold zum Teil mehr als verdoppelt – und zwar von knapp 2.600 auf über 5.500 US-Dollar je Feinunze in der Spitze.
Noch drastischer war es bei Silber: Dessen Preis notierte Anfang 2025 bei knapp 30 US-Dollar, erreichte dann im Januar dieses Jahres einen Höchststand bei 117 US-Dollar – fast eine Vervierfachung. Ausschlaggebend dafür waren enorme Zuflüsse von Investoren, angetrieben von der aktuell hohen Unsicherheit, die von der US-amerikanischen Politik und den enormen geopolitischen Spannungen ausgeht.
Laut dem World Gold Council investierten Anleger und Notenbanken im vergangenen Jahr den Rekordwert von 154 Milliarden US-Dollar in Goldbarren und -münzen.
Gold und Silber mit eingeschränkter Stabilitätsfunktion
„Die daraus resultierende Wertentwicklung hat dafür gesorgt, dass das Interesse der Anleger an Gold und Silber massiv zugenommen hat“, hat Klaus Porwoll, Gründer und Inhaber der unabhängigen Berliner Honorar-Finanzberatung PecuniArs, beobachtet.
„Doch Anleger sollten ein Investment in Gold oder Silber auch richtig einordnen können, bevor sie dort ihr Geld investieren.“ So gibt es – neben der Wertaufbewahrungsfunktion von Gold – grundsätzlich einen guten Grund, warum Anleger Gold oder Silber ihrem Portfolio beimischen: Die beiden Edelmetalle korrelierten in der Vergangenheit nicht eins zu eins mit Aktien.
Dieser Artikel wurde im April im Portfolio Journal veröffentlicht.










